Nachrichten des Jahres 2006
Termingebundene Nachrichten, Telefonnummern und Links wurden nicht archiviert !
Inhalt: Im Herzen der Natur
Nidder-Renaturierung
Bachreinigung
Junge Gäste
Verbandsjugendfischen
Vereinsjugendfischen
Angelausflug
Fischwilderei
Renaturierung
Fischsterben
Erlensterben
Schweinerei am Teich
Elektro-Fischen
Jahreshauptversammlung
Tauschkarten
Kormoran-Trupp
Jürgen war " im Herzen der Natur ! "
Mit dem unten gezeigten Bild, aufgenommen an unserer Teichanlage, hatte ich mich beim Fotowettbewerb "Mensch und Natur" der Licher-Brauerei beteiligt und möchte hier von der Preisverleihung berichten, zu der ich am Freitag, dem 13. Oktober 2006 eingeladen war.
Obwohl ich mich in der Licher Brauerei, in der die Preisverleihung und Vernissage stattfand, nach geeigneten Park- und Zugangsmöglichkeiten für Rollstuhlfahrer erkundigt hatte, mußte ich meinen Pkw in der Parkverbotszone rechts vor dem Brauereieingang abstellen, von wo ich dann mit meiner Gattin dem Ereignis erwartungsfroh entgegenstrebte. Nach einer kurzen Wartezeit an Eingang, ging es dann, zusammen mit anderen geladenen Gästen, via Lastenaufzug zum Veranstaltungsort.

Hier angekommen, zeigte es sich, das die bereitgestellten Sitzgelegenheiten nicht ausreichten, und so nutzten wir die Zeit bis zur Preisverleihung mit der Besichtigung der besten Bild-Einsendungen, die mich sehr beeindruckten. Tolle Motive, brilliante Bilder und das in einer enorm vielfältigen Art dem gestellten Motto " Mensch und Natur " Rechnung zu tragen. Beim Blick auf die ersten Bilder war mir klar, das ich da mit dem eingesandten Foto keine Chance hatte auch nur in die Nähe der besten 50 Fotografien zu gelangen, die ausgestellt waren.

Die angebotenen brauereieigenen Getränke mußte ich ablehnen. Licher Pils ist mir zu herb und Licher Weizen bekommt mir nicht. Export hätte ich gerne genommen - war aber leider nicht im Angebot.

Mit weiteren inzwischen angekommenen Gästen gesellten wir uns im Anschluß zu den Stehtischen am Eingang und lauschten den vielsagenden Worten der Geschäftsführer, Minister und Akademiker. Es folgte die Verleihung der Preise für die drei unter 1100 Einsendungen als Beste prämierten Bilder.

Dabei geriet die Verleihung des zweiten Preises zur Peinlichkeit.

Zunächst mußte sich der Laudator erkundigen, ob der Preisträger überhaupt anwesend war. Nachdem dieser sich in den Reihen der Gäste zu erkennen gab, wurde er weiter nach vorne zitiert. Es folgte Laudatio und Preisverleihung, die mit einer unqualifizieten Bemerkung des Laudators über die Frauen schloß, weil die Ehefrau des Preisträgers diesen erst zur Einreichung seines Fotos bewogen hatte.

Keine Ahnung ob der ehemalige Leiter der Leica-Akademie, der diese Laudatio und Preisverleihung vornahm, schon länger an der Theke stand, oder besondere Kräuter raucht. Unmittelbar nach der Preisüberreichung, einer Leica-Digitalkamera, entriss er dem Geehrten die gerade überreichte Kamera und teilte anschließend der verdutzten Gesellschaft und dem etwas unglücklich dastehenden Frischgeehrten mit, das diese nur ein Muster sei. Sobald die Kamera als Serienprodukt zur Verfügung steht, soll der Preisträger seinen Preis selbstverständlich umgehend erhalten.

Auf den im Anschluß an die Preisverleihung geäußerten Wunsch, das Gebräu der Licher Getränkehersteller zu genießen, leisten wir Verzicht. (Auf die gereichten Käse- und Salami-Brötchen hätten wir auch verzichten sollen.)

Von der Nidder-Renaturierung bei Ortenberg berichtet Marco Hix

Am Dienstag den 10.10. bin ich zusammen mit Lutz einer Einladung zu einer Fortbildungsveranstaltung mit Exkursion der gemeinnützigen Fortbildungsgesellschaft für Wasserwirtschaft und Landesentwicklung in die neue Rettungswache nach Ortenberg gefolgt.

Es ging um: Gewässer-Nachbarschaften, regionaler Erfahrungsaustausch , Gewässerunterhaltung in geschützten Gebieten - KURZ: RENATURIERUNG!

Offiziell heißt es da: "Die Schutzziele der verschiedenen Schutzgebietstypen können die Gewässerunterhaltung beeinflussen, insbesondere wenn der Erhalt der Lebensräume einer bestimmten Tier- oder Pflanzenart im Vordergrund steht. Gewässerunterhaltung und Naturschutz können sich gegenseitig unterstützen. Kennt man die Ziele des Naturschutzes, lassen sich diese meist problemlos in die Gewässerunterhaltung integrieren".

Es wurde aufgezeigt, welche für die Gewässerunterhaltung relevanten Schutzgebietstypen wie z. B. Naturschutz und Landschaftsschutzgebiete, Naturdenkmale, Biotope, NATURA 2000- Gebiete und FFH- Gebiete es gibt. Dabei wurden mögliche Konflikte mit Gewässerunterhaltungs- und Entwicklungsmaßnahmen aufgezeigt. Es wurden Beispiele für die Vorgehensweise bei Arbeiten an Fließgewässern in Schutzgebieten aufgezeigt, und die jeweiligen Ansprechpartner der Naturschutz und Landespflegebehörden genannt.
So genug geschwollenes Zeug! Kurzum ging es an dem Tag um die Nidder Renaturierung. Auf dem schon riesigen Gelände gibt es mehrere Naturdenkmale (alte Bäume), besonders geschützte Gebiete (Salz & Trockenwiesen) und wohl extrem seltene Schmetterlinge (Ameisenbläuling) und Libellen (Azurjungfer). Die haben da also gezeigt, wie man was schönes macht, ohne etwas anderes schönes – das schon da ist - kaputt zu machen. War eigentlich ganz interessant und informativ aber leider kein einziges Wort über Fische! Die würden aber nächstes Jahr oder spätestens in zwei Jahren behandelt werden...
Wir sind dann mittags über die Renaturierungsbaustelle gelaufen. Ich war echt beeindruckt, was man so für 1,1 mio. € machen kann.

Dagegen ist die Nidda bei Dauernheim nur ein stark abgespecktes Projekt!

GANZ KLASSE!!! Wer kann und will sollte es sich mal anschauen.

Bachreinigung und Flursäuberung

Am Samstag, dem 30. September 2006, hatte die IG Nidda zu einer turnusmäßigen Bachreinigungsaktion aller Nidda-Anliegervereine aufgerufen. Der ASV Dauernheim und die örtlichen Jagdpächter baten darüber hinaus um Mithilfe bei der Säuberung der gesamten Gemarkung.

Zahlreiche freiwillige Helfer aus den Reihen der FWG, der SPD, des Kulturvereins, des Turnvereins, der Naturschutzwacht, der Jagdgenossenschaft und des Angelsportvereines folgten der Bitte. In selbstlosem Einsatz für die Gemeinschaft ging man frühmorgens mit drei Traktoren samt Anhänger, einem Unimog, einem Boot und einigem Kleingerät ans Werk und sammelte den achtlos in der Umwelt entledigten Müll unverantwortlicher Mitbürger ein.

Für den Abtransport der eingesammelten Flaschen, Pfandflaschen, Büchsen, Planen aus der Landwirtschaft, Computerteile, Altölbehälter, Bauabfälle, Autoreifen, Schläuche, Felgen, Batterien, Farbeimer, Maschendraht, Teppichböden, Rasenmäher, Müllsäcke mit Haushaltsdreck und unzählig vielfältigem weiteren Müll hatte die Gemeinde einen Abfallcontainer zur Verfügung gestellt, der sich alsbald füllte.

Im Anschluß an die unangenehme selbstgestellte Aufgabe trafen sich die erschöpften Teilnehmer der Säuberungsaktion im kleinen Saal der Turnhalle und stärkten sich bei heißem Eintopf und kalten Getränken, die ebenfalls von der Gemeinde bezahlt wurden.

Positiv vermerkt werden muß, das nicht alles was als Abfall aus der Nidda gefischt wurde auch wirklich Müll war. In einer der zahllosen PET-Flaschen fand sich ein überaus wichtiger Brief des kleinen Dennis Preusch aus Eichelsachsen, der seine Depesche per Flaschenpost abgesandt hatte.

Junge Gäste beim ASV
Am Sonntag, dem 9. September, hatte der ASV-Dauernheim Besuch von jungen Anglern aus den Vereinen von Staden, Leidhecken, Reichelsheim, Hirzenhain und Echzell.

Bei herrlichem Spätsommerwetter hatten die 34 Jungangler viel Spass an unserer Teichanlage.

Neben jeder Menge kleiner Barsche, Rotaugen und Rotfedern konnte auch ein stattlicher Karpfen und zusammen 30 Regenbogenforellen gefangen werden.

Klar, das die jungen Fischer so ganz nebenbei wieder viel über alles rund-ums Angeln lernen konnten.

Dabei genossen die jungen Gastangler und ihre Betreuer das gemeinsame Erlebnis bestens versorgt von den Initiatoren des ASV-Dauernheim.

Zum Frühstück wurden mit Käse und Wurst belegte Brötchen gereicht. Dazu gab es, ganz nach Wahl, Kaffee, Tee oder Kakao.

Gegen Mittag wurde dann der Grill in Betrieb genommen und leckere Steaks oder Würstchen fanden hungrige Abnehmer.

Dazu war der alte Wohnwagen innerhalb der Teichanlage aufgestellt worden und Tische, sowie Sitzgelegenheiten fanden unter einem Party-Zelt Platz.

Die von allen begeistert aufgenommene Veranstaltung fand gegen 15 Uhr ihr geplantes Ende. Vor der Heimreise waren sich die Teilnehmer einig das künftig ähnliche Aktivitäten auch bei den Gastvereinen stattfinden sollen.

Diesbezüglich wollen sich die beteiligten Jugendwarte im November zu einem ersten Beratungsgespräch treffen.

Nachtrag vom Verbandsjugendfischen
Ende Juni 2006 nahm eine Delegation Dauernheimer Jungangler am Verbandsjugendangeln bei Naunheim/Wetzlar an der Lahn teil.

Eigentlich sollte gezielt auf Waller geangelt werden. Aber leider spielten die gefräßigen Räuber nicht mit.

Die Petrijünger vom ASV Dauernheim hatten trotzdem viel Spaß und teilweise kräftige Bisse – einige Fische wie Aal, Barsch und Schneider konnten auch gelandet werden...

Vereinsjugendfischen

Acht Jugendangler beteiligten sich am diesjährigen Vereinsjugendfischen im August 2006. Bei leider recht wechselhaftem Wetter mußte die geplante Zeltübernachtung am Teich ausfallen.

Dies minderte jedoch keineswegs den Spass der Jugendlichen, die ordentlich Forellen fingen, und währenddem mit leckeren Steaks, Würstchen und Getränken versorgt wurden.

Angelausflug an die Nahe
Ein Bericht von Marco Hix :

Mitgefahren sind: Dieter Boss, Christina & Thomas Henning, Ronald Meyer, Marco Hix, Sonja Landmann, Werner Bock mit Frau und Hund.

Leider hat es dort schon 6 oder 7 Wochen nicht geregnet, deshalb war die Nahe an sehr vielen Stellen nur noch Gummistiefeltief!

An Angeln war wegen der Hitze nur in den frühen Morgenstunden oder eben abends zu denken.

Die allgemeine Beißlaune der Fische war entsprechend dem Wasserstand eher niedrig.

Auf Fliege gingen einige Döbel und Haseln. Werner hat eine Schleie gefangen. Dieter einen ganz guten Aal.

Am Samstag hat es endlich einmal kräftig geregnet und es kam wie es kommen musste – Der Pegel stieg um gut 20 cm und das sonst klare und viel zu warme Wasser verwandelte sich in braune Brühe.

An diesem Abend fing ich zwei sehr, sehr gute Aale .

Fischwilderei !
Am 20.07.06 um 20:30 Uhr entdeckte Michael Walter ein selbstgebautes Stellnetz in der Nidda in Höhe des Naturschutzgebietes.

Dieses Netz von ca. 4,5 bis 5,5 Meter Länge und ca. 0,5 bis 0,6 Meter Höhe war quer durch die Nidda gespannt.

Etwas weiter entfernt fand Michael ein weiteres ausgestelltes Netz im Wasser.

Dies belegt eindeutig den Straftatbestand der Wilderei.

Um den oder die Täter ermitteln zu können, bittet der ASV seine Mitglieder und auch Passanten vermehrt auf ausgestellte Netze zu achten und verdächtige Personen am Wasser zu melden.

Wer diese Netze oder das Zubehör schon einmal gesehen hat, oder einer Person zuordnen kann, wird ebenfalls gebeten, Kontakt mit den ASV-Verantwortlichen aufzunehmen.

Hintergrundinfo : Fischwilderei ( © wikipedia / Auszug)

Fischwilderei ist nach § 293 des deutschen Strafgesetzbuches die Verletzung eines fremden Fischereirechts oder Fischereiausübungsrecht dadurch, dass jemand unberechtigt fischt oder eine Sache, die dem Fischereirecht unterliegt, sich zueignet, beschädigt oder zerstört. Sie wird mit Freiheitsstrafe bis zu zwei Jahren oder mit Geldstrafe bestraft. Ferner können Angeln und andere Fischereigeräte nach § 295 StGB eingezogen werden.

Wer unter der Fischwilderei gefangene Fische ankauft und weiterveräußert, macht sich der Hehlerei nach § 259 StGB strafbar.

Renaturierung - vorher/nachher !
Ein sehr schönes älteres Bild hat uns Karl-Heinz Volz zur Verfügung gestellt. Es zeigt die Nidda von der Sandsteinbrücke an abwärts, in Richtung Nieder Mockstadt und Staden, bevor die Renaturierungsmaßnahme in diesem Bereich in Angriff genommen wurde.

Dichte Pappel-Reihen säumen das beiderseitige Ufer. Viel Schatten und das im Wasser nur allmählich verfaulende alte Pappellaub der Vorjahre, behindern den Pflanzenwuchs und damit auch den Sauerstoffeintrag in das Gewässer.

Bei niedrigem Wasserstand sind etwas Schilf und wenige der gelben Seerosen zu erkennen.

Ein paar Jahre später sehen wir denselben Flußabschnitt mit abwechslungsreicher Uferbegrünung.

Viele verschiedene artgerechte Bäume und Sträucher bieten Lebensraum für Kleintiere.

Der Wasserspiegel ist durch mehrere Staustufen angehoben worden. Schnellfließende Umgehungsrinnen sorgen für Dynamik im Flußbett.

Mehr Licht fördert die Wasserflora. Viele Fischnährtiere bilden die Grundlage natürlicher Arterhaltung aller höheren Lebewesen im Wasser.
Fischsterben in der Laisbach
Am 21. Juni 2006 hatten wir ein totales Fischsterben an der Laisbach zu verzeichnen. Vermutlich durch eine Verstopfung im Kanalsystem in Ranstadt gelangten ungeklärte Abwässer in das Gewässer. Es wurden alle Fische zwischen dem Viadukt in Ranstadt und der Mündung des Baches in die Nidda getötet.

Polizeibeamte sicherten Gewässerproben und ordneten eine sofortige Spülmaßnahme des betroffenen Kanalabschnittes an, die noch in der Nacht erfolgte.

Man kann davon ausgehen, daß das zerstörte Öko-System mehrere Jahre benötigt, um sich vom erlittenen Schaden wieder zu erholen. Besonders tragisch ist es, das die dort vorkommenden Ringelnattern und Eisvögel nun ihrer Nahrungsgrundlage beraubt wurden.

Hier im Eimer eine kleine Auswahl der aus dem vergifteten Wasser geholten toten Fische:

Aal, Hecht, Moderlieschen, Elritzen, Rotaugen, Rotfedern, Bachforellen, Gründlinge, Stichlinge und Blaubandbärblinge. Auch die gesamte Fischbrut wurde Opfer des Umweltproblems.

Ob außer den üblichen Haushaltsabwässern weitere giftige Stoffe eingeleitet wurden, werden die weiteren Ermittlungen zeigen.

Erlensterben an der Nidda
Die seit rund 10 Jahren in Europa zu beobachtende Erlen-Fäule macht auch vor unserer Nidda nicht halt. Ursache für das Erlensterben ist ein pilzähnlicher Krankheitserreger, der Phythophthora alni. Dieser Mikroorganismus verursacht, vorwiegend bei ufernahen Schwarzerlen, Wurzel- und Wurzelhalsfäule sowie Grund- und Stammfäule, die nach kurzer Zeit zum Absterben ganzer Erlenbestände führt.
Die betroffenen Erlen, wie hier nahe des alten Sportplatzes an der Dauernheimer Turnhalle, fallen als erstes durch eine schüttere Belaubung und durch einzelne tote Äste auf.

Bei genauerem Hinsehen erkennt man dunkle Flecken am Stammgrund. Diese nässenden "Teerflecken" können zu schwarzbraunen Flächen zusammenwachsen und sich über den ganzen Stamm ausbreiten.

Während die etwas weiter vom Niddaufer entfernt stehenden Schwarzerlen noch nicht befallen wurden ..... ...... ist die alte Erle auf der Spitze zwischen Nidda und Laisbach bereits abgestorben.

Auch die Erlen an der alten Sandsteinbrücke sind, wie viele andere, die unsere Vereinsmitglieder, zusammen mit der Schutzgemeinschaft Deutscher Wald, in mühevollem Arbeitseinsatz gepflanzt hatten, abgestorben.

Die ökologischen Folgen des Erlensterbens an der Nidda sind bislang noch nicht abzusehen. Fest steht indessen das die Artenvielfalt am Gewässer erneut schwer beeinträchtigt wird.

Das Teichwasser ist wieder sauber !
Wie Gewässerwart Marco Hix jetzt mitteilt, ist das Teichwasser nach dem "Dixi - Anschlag" wieder so sauber, das inzwischen auch Forellenbrut überleben könnte.

Es kann also wieder dort geangelt werden.

Man darf gespannt sein, ob die Kormorane noch etwas lebendiges im Teich zurückgelassen haben.

Schweinerei am Teich - Belohnung ausgesetzt

Achtung Sportkameraden & Mitbürger

In der Nacht vom 01. auf den 02. Mai wurde ein Chemie Toilettenhäuschen im Teich versenkt.

Nach Rücksprache mit dem Umweltbeauftragten des Verbandes Hessischer Sportfischer besteht zum Glück keine akute Gefahr für die Pflanzen und Tiere, jedoch ist vom Verzehr gefangener Fische in den nächsten Wochen abzuraten.

Deshalb ist die Teichanlage zunächst bis zum 01.Juni 2006 für das Fischen gesperrt!

Sobald davon ausgegangen werden kann, das die eingebrachten Flüssigkeiten sich weitestgehend abgebaut haben – dies wird durch regelmäßige Gewässeruntersuchungen bestimmt, wird die Teichanlage wieder frei gegeben…

Dies war kein harmloser Streich !

Wer Hinweise auf die Täter geben kann, oder diese beobachtet hat möge sich bitte beim Vorstand melden. Auf die Ergreifung der Täter setzen wir eine Belohnung von 150,- € aus.

Elektro-Befischung
Erst jetzt wurde uns das Fang-Ergebnis einer im letzten Jahr durch die Hessen-Forst veranlassten Elektro-Befischung in einem Teilbereich unseres Fließgewässers bekannt.

Es wurde an drei verschiedenen Stellen der Nidda, auf einer Gesamtlänge von 132 Metern gefischt. Dabei sind 9 verschiedene Fischarten mit zusammen 43 Exemplaren festgestellt worden.

Im Einzelnen wurden gefangen:

1 Blaubandbärbling, 3 Döbel, 7 dreistachlige Stichlinge, 1 Forelle, 13 Gründlinge, 1 Hasel, 1 Hecht, 12 Rotaugen und 4 Schmerlen.

Besonders auffallend ist die erstmalige Registrierung des Blaubandbärblings. Dabei handelt es sich um eine ursprünglich in Ost-Asien beheimatete sehr robuste kleine Fischart, deren Auftauchen in unserer Nidda, für unsere heimischen Fischarten, eher als bedenklich zu werten ist.

Der Schwarmfisch vermehrt sich bis zu 3 x im Jahr, er ernährt sich von Kleintieren, Eiern und Brut. Die Winter übersteht er locker und hält im Sommer selbst Wassertemperaturen bis 30 Grad ohne Probleme stand.

Aus der Jahreshauptversammlung
Am 2. April fand die Jahreshauptversammlung für das abgelaufene Geschäftsjahr 2005 statt. Während dieser Versammlung wurden unter anderem nachfolgend aufgeführte wichtige Beschlüsse gefasst.

Die Arbeitsstundenpflicht der aktiven Mitglieder wurde von 12 auf 15 Stunden erhöht.

Arbeitseinsätze, die zur Vorbereitung, Durchführung und für Nacharbeiten von Festen und Vereinsfeiern anfallen, können nicht mehr als Pflichtstunden abgegolten werden. Hier erwartet der Verein engagierte freiwillige Einsätze zum Wohle und zur Förderung der Gemeinschaft.

Das Ende der Arbeitsstundenpflicht der aktiven Mitglieder, wurde von bisher 60 auf 65 Lebensjahre angehoben.

Tauschkarten
Auch in diesem Jahr bietet der Verein Austauschkarten an. Interessiete Mitglieder können auch in Hirzenhain, Reichelsheim und Echzell angeln. Die Austauschkarten dafür hält Marco Hix bereit, der auch für weitere Informationen dazu zur Verfügung steht.
Kormoran-Trupp
Nachdem das Eis auf unserer Teichanlage weggeschmolzen ist, haben die Kormorane, die sich während des ganzen Winters um den Fischbestand der Nidda gekümmert haben, wieder einfachere Jagdgründe entdeckt.

Allmorgendlich ist ein etwa 20 Tiere starker Verband der schwarzen Gefiederträger auf und in der Teichanlage bei der zum Lebenserhalt notwendigen Nahrungsbeschaffung anzutreffen. Diese besteht bei Kormoranen ausschließlich aus Fisch.

Bei einem geschätzten Besatzgewicht von etwa 250 Kilogramm (Mitte März 2006) an Karpfen, Schleien, Forellen und Karauschen und dem Tagesbedarf eines Kormorans von 400-500 Gramm Fisch pro Tag, dürften die erfolgreichen Jäger bis spätestens zum 1. Mai wieder verschwunden sein.

Wer also gerne einmal Kormorane beobachten möchte, sollte sich beeilen. Die beste Zeit um die Tiere zu sehen ist am frühen Morgen nach Sonnenaufgang.